Düsseldorf

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Wappen Deutschlandkarte
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Düsseldorf Lage der kreisfreien Stadt Düsseldorf in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis: Kreisfreie Stadt
Geographische Lage: 51° 13′ 32″ N, 06° 46′ 58″ O Koordinaten: 51° 13′ 32″ N, 06° 46′ 58″ O
Höhe: 28,23 bis 165,20 m ü. NN [1]
Durchschn. Höhenlage: 38 m ü. NN
Fläche: 217,0 km²
Einwohner: 581.122 (31. Dezember 2007)
Bevölkerungsdichte: 2665 Einwohner je km²
Postleitzahl: 40210–40629 (alt: 4000)
Vorwahlen: 0211,
0203 (Ortsnetz Duisburg),
02104 (Ortsnetz Mettmann)
Kfz-Kennzeichen: D
Gemeindeschlüssel: 05 1 11 000
UN/LOCODE: DE DUS
NUTS-Region: DEA11 (Düsseldorf)
Stadtgliederung: 10 Stadtbezirke
mit 49 Stadtteilen
Anschrift der
Stadtverwaltung:
Marktplatz
40213 Düsseldorf
Website: www.duesseldorf.de
Politik
Oberbürgermeister: vakant
Schuldenstand: 0 Mio. €
0 € je Einw.
(Stand: 12.09.2007)
Gesamtvermögen: 12 Mrd. €
20.675 € je Einw.
(Stand: 1.1.2007)
Eigenkapitalquote: 69 %
14.275 € je Einw.
(Stand: 1.1.2007)
Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2003)
Arbeitslosenquote: 9,8 %
(Stand: Ende Mai 2008)
Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Düsseldorf : 8,5 %
(Stand: Ende Mai 2008)
Ausländeranteil: 18,1 %
Altersstruktur:
0–18 Jahre: 15,3 %
18–65 Jahre: 66,3 %
ab 65 Jahre: 18,4 %
Lage
Lage in NRW

Düsseldorf, am Übergang vom Niederrhein zum Bergischen Land gelegen, bildet als Landeshauptstadt das politische Zentrum des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole am Rhein ist nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Wirtschaftskraft, sondern auch in den Bereichen Kunst, Kultur und moderner Architektur von internationaler Bedeutung.

Neben dem Sitz der Landesregierung mit ihren vielen Ministerien und der Bezirksregierung Düsseldorf, sind in der Stadt etliche weitere Behörden und Verbände angesiedelt.

Düsseldorf gehört zu den wirtschaftsstärksten Metropolen Europas und ist neben Dresden die einzige schuldenfreie Großstadt Deutschlands. Seit der Industrialisierung wurde Düsseldorf zum Sitz weltweit bedeutender Industrie- und Handelsunternehmen sowie großer Banken. Zahlreiche Werbeagenturen und Modeateliers machen die Stadt zum wichtigen Standort der Kreativen.

Aufgrund des größten Flughafens der zehn Millionen Einwohner starken Metropolregion Rhein-Ruhr ist Düsseldorf Verkehrsknotenpunkt und internationales Drehkreuz.

Zusammen mit London beheimatet Düsseldorf die größte japanische Kolonie außerhalb Asiens, einschließlich ihrer Firmen und kulturellen Einrichtungen. Zentral und international bedeutend sind zudem die Messe Düsseldorf und die Rheinisch-Westfälische Börse. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist auch der Fremdenverkehr.

Hohes Ansehen genießt Düsseldorf ebenfalls hinsichtlich Kultur, Kunst und moderner Architektur. So gibt es neben der großen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und einer Menge weiterer Museen und Galerien auch die renommierte Kunstakademie Düsseldorf. Bekannte Bühnen sind mit dem Schauspielhaus und dem Kom(m)ödchen in der Stadt vertreten. Aufgrund der vergleichsweise hohen Zahl an modernen Hallen finden viele international bedeutende Veranstaltungen in Düsseldorf statt. Zudem sind einige der populärsten Musiker und Dichter Deutschlands in der Stadt geboren und beheimatet. Weltweit herausragende Architekten haben nicht nur im Medienhafen ihre Projekte verwirklicht.

Als Karnevalshochburg ist Düsseldorf bekannt für rheinisches Brauchtum und für den Umzug an Rosenmontag. Zudem besuchen im Sommer rund vier Millionen Menschen die neuntägige Rheinkirmes, eines der größten Volksfeste der Welt. Berühmt ist neben der Königsallee die Altstadt mit ihren unzähligen Kneipen, Bars und Restaurants, die besonders an Wochenenden stark frequentiert sind. Überregional beliebt sind die Brauereien und Altbierspezialitäten der Stadt. Der in Düsseldorf gesprochene Dialekt ist das Düsseldorfer Platt.

Inhaltsverzeichnis


Düsseldorf, Rheinpanorama
Düsseldorf, Rheinpanorama

Geographie

Räumliche Lage

Panorama Altstadt
Panorama Altstadt

Düsseldorf liegt im mittleren Teil des Niederrheinischen Tieflands – überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des Flüsschens Düssel, welches der Stadt den Namen gab. Lediglich die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen am linken Rheinufer. Die Stadt liegt unweit südwestlich des Ruhrgebiets, im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr und an der Schwelle vom Rheinland zum Bergischen Land.

Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Westen Deutschlands. Er zählt zu den größten Verdichtungsräumen in Europa und ist der größte in Deutschland. In den 20 kreisfreien Städten und 10 Kreisen leben rund 11 Millionen Einwohner auf knapp 10.000 km² (Stand 2005). Allein im Umkreis von 50 Kilometern um Düsseldorf leben etwa neun Millionen Menschen.

Klimadiagramm Düsseldorf-Flughafen.
Klimadiagramm Düsseldorf-Flughafen.

Der höchst gelegene Punkt im Stadtgebiet (der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath) misst 165 m, der niedrigste Punkt (die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer) 28 m ü. NN.

Das Klima in Düsseldorf ist wie am Niederrhein üblich durch milde Winter und mäßig warme Sommer geprägt. So gibt es in Düsseldorf bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C im Mittel rund 770 mm Niederschlag.

Stadtgebiet

Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht heute aus 10 Stadtbezirken, die sich in 49 Stadtteile unterteilen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die 19 Mitglieder hat. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.

Die zehn Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:

Karte der Stadtbezirke von Düsseldorf.
Karte der Stadtbezirke von Düsseldorf.

Siehe: Liste der Stadtbezirke von Düsseldorf | Liste der Stadtteile von Düsseldorf

Nachbarstädte

Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg und an die Stadt Ratingen, im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) sowie im Westen an die Städte Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss).

Geschichte

Siehe auch: Geschichte der Stadt Düsseldorf

Fußturnier auf dem Marktplatz, 1585
Fußturnier auf dem Marktplatz, 1585
Düsseldorf um 1647
Düsseldorf um 1647
Düsseldorf am Rhein um 1900
Düsseldorf am Rhein um 1900
Reiterstandbild des Jan Wellem auf dem Marktplatz
Reiterstandbild des Jan Wellem auf dem Marktplatz

Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf.

Am 14. August 1288 erhielt Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte und wurde zur Stadt erhoben. Vorangegangen war ein blutiger Machtkampf zwischen dem Grafen und dem Erzbischof von Köln. Dieser Kampf gipfelte in der Schlacht von Worringen, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg, die durch geschickte Heiratspolitik die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg vereinigten, das insbesondere unter Wilhelm dem Reichen zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität wurde und 1585 bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausrichtete, bei der zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik (Titel: „Orpheus und Amphion“) zur Aufführung kam. Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederauf- und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.

Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits kam Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg an das Haus Pfalz-Neuburg. Der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (von den Düsseldorfern „Jan Wellem“ genannt) erwählte Düsseldorf zu seiner Hauptresidenz. In dieser Zeit nahm die Stadt eine beachtliche städtebauliche Entwicklung, ebenfalls unter dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Carlstadt anlegen ließ. Freilich hatte Düsseldorf da seinen Status als Hauptresidenz schon an Mannheim und später an München verloren, von wo aus Karl Theodor regierte.

Seit 1732 befestigt, wurde die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde Düsseldorf nach einem heftigen Bombardement den Franzosen durch Kapitulation übergeben und blieb in deren Besitz, bis es im Frieden von Lunéville 1801 an Bayern zurückgegeben wurde, woraufhin die Schleifung der Festungswerke erfolgte.

1806 war Düsseldorf Hauptstadt des Großherzogtums Berg und kam mit diesem 1815 an Preußen. Hier wurde die Stadt 1816 Sitz eines Kreises, die Stadt selbst kreisfrei, jedoch bereits 1820 wieder mit dem Landkreis Düsseldorf vereinigt. Der Aufschwung der Stadt Düsseldorf zu heutiger Größe begann im 19. Jahrhundert. 1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Gegen 1880 bestand Düsseldorf aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf) mit engen und unregelmäßigen Straßen sowie den beiden Mündungen der nördlichen und der südlichen Düssel; der Carlstadt, an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt); der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690–1716 erbaut wurde; der Friedrichstadt am Südostende; der Königstadt und schließlich Pempelfort an der Ostseite. Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lebten in der Stadt auf 49 Quadratkilometer Fläche 95.458 Menschen, im Landkreis Düsseldorf auf 362 Quadratkilometer 52.994.

Am frühen Nachmittag des 8. März 1921 überflogen französische Erkundungsflugzeuge Düsseldorf und die Nachbarstadt Duisburg. Gegen Mittag rückten französische und belgische Truppen in die beiden Städte ein und besetzten sie. Zwei Jahre später begannen sie von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus mit der Besetzung des Ruhrgebiets.

Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung wurde die Besetzung des Ruhrgebiets und Düsseldorfs beendet. 1929 ging der Landkreis Düsseldorf größtenteils im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der nördliche Teil wurde den Städten Duisburg und Mülheim zugeschlagen. Düsseldorf-Mettmann wurde bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es schon am 11. April 1933 in Düsseldorf zur ersten Verbrennung „unerwünschter Literatur“ (unter anderem von Büchern Heinrich Heines) durch die Hitlerjugend. Am 10. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht die Synagogen auf der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt verfolgt und mindestens acht Personen ermordet. Am 27. Oktober 1941 fuhr der erste Zug mit Düsseldorfer Juden vom Güterbahnhof Derendorf in die deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen. 1944 lebten in den etwa 400 Lagern Düsseldorfs rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere 1000 Kriegsgefangene sowie KZ-Häftlinge, die in der Stadt Zwangsarbeit leisten mussten.

Im Zweiten Weltkrieg fielen 1940 die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5.000 Tote unter der Zivilbevölkerung. Etwa die Hälfte der Gebäude wurde zerstört, rund 90 Prozent wurden beschädigt. Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz waren größtenteils zerstört worden. Die Trümmermenge wurde auf etwa zehn Millionen Kubikmeter geschätzt. Ab dem 28. Februar 1945 wurde Düsseldorf für 7 Wochen zur Frontstadt – mit amerikanischem Dauerbeschuss vom linken Rheinufer – und im März immer mehr eingekreist. Im April versuchten einige Düsseldorfer Bürger des Widerstands um Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen, bei Schutzpolizei-Kommandeur Franz Jürgens die Festsetzung des Polizeipräsidenten Korreng zu erwirken, um die Stadt kampflos an die Alliierten zu übergeben. Der Putschversuch gelang zunächst, wurde dann aber verraten. Nach der Befreiung Korrengs durch loyale Kräfte von Gauleiter Florian, der fünf der Widerstandsmitglieder standrechtlich erschießen ließ (darunter Jürgens), gelang es den beiden letzten Mitgliedern (Rechtsanwalt Wiedenhofen und Architekt Aloys Odenthal) zu entkommen, die im Osten der Stadt heranrückenden amerikanischen Streitkräfte zu erreichen und die endgültige Zerstörung der Stadt durch einen bereits vorbereiteten großen Luftangriff abzuwenden. Am 17. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt nahezu kampflos. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Stadt.

Die Entwicklung zu einer modernen Handels- und Industriestadt Düsseldorf brachte zwar auch die Ansiedlung von Industrieunternehmen mit sich, aber Düsseldorf wurde mehr eine Stadt der Unternehmensverwaltungen – der „Schreibtisch des Ruhrgebiets“, wie man sagte. Diese und andere Entwicklungen führten dazu, dass Düsseldorf Wirtschaftszentrum und Messestandort (seit 1971), Kulturmetropole (1970 Eröffnung des neuen Schauspielhauses, 1978 der Tonhalle, 1986 der Kunstsammlung NRW) und Universitätsstadt (seit 1965), eine Stadt internationalen Zuschnitts („Klein-Paris“; größte japanische Kolonie Kontinentaleuropas), aber besonders in der Altstadt auch noch von provinziell-rheinischem Gepräge und schließlich (seit 1946) Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen ist.

Eingemeindungen

Rheinufer bei Nacht.
Rheinufer bei Nacht.

Folgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen oder Teile von Gemeinden wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km² wieder):

  • am 1. April 1908: Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist 3,57
  • am 1. April 1909: Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen 3,72, Rath 14,23, Stadt Gerresheim 5,35, Eller 10,68, Himmelgeist 7,04, Heerdt (einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick) 13,52, Teil der Landgemeinde Ludenberg 4,37
  • am 1. August 1929: Stadt Kaiserswerth 3,27, Lohausen 10,57, Benrath (einschließlich Wohnplätze Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach) und Garath zusammen 26,63, Teil von Wittlaer 0,41, Teil von Kalkum 0,91, Teil von Eckamp 0,90, Teil von Schwarzbach 0,70, Teil von Ludenberg 4,44, Teil von Erkrath 0,02, Teil von Büderich 0,01
  • am 1. Januar 1975: Wittlaer (einschließlich Kalkum) 23,22, Stadt Angermund 8,34, Hubbelrath (mit den Siedlungsbereichen Dorf, Stratenhof, Rotthäuser Weg und Knittkuhl) 12,11, Stadt Monheim (ohne Ortsteil Hitdorf) ¹ 25,81, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach 1,71, Ortsteil Unterbach der Gemeinde Erkrath 10,56 und Gebiet Elb der Gemeinde Hilden
  • am 1. Januar 1980: Teile der Stadt Ratingen 0,48

¹ der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.

Einwohnerentwicklung

Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Düsseldorf.

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Düsseldorf ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lag die Einwohnerzahl der Stadt 1834 bei rund 20.000, so überschritt sie schon 1882 die Grenze von 100.000, wodurch Düsseldorf zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1933 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 705.391 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 573.449 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit sank die Einwohnerzahl seit 1962 um rund 20 Prozent (131.942 Personen). Seit 1999 steigen die Einwohnerzahlen jedoch wieder leicht.

Religionen

Christlich

Römisch-katholisch

Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Domdechanten unterstellt. Obwohl die Reformation mehrheitlich Fuß fassen konnte, verblieben auch weiterhin Katholiken in der Stadt. Sie gehörten bis 1627 zum Dekanat Neuss, ehe Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde. Heute gehören alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt zum Stadtdekanat Düsseldorf, das aus den Dekanaten Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath besteht. In Düsseldorf leben heute etwa 205.000 Katholiken, was einem Bevölkerungsanteil von etwa 36 % entspricht. Der katholische Stadtverband hat seit 2006 im umgebauten Kloster der Maxkirche ein neues Zentralgebäude in der Carlstadt.

Evangelisch-uniert

Johanneskirche
Johanneskirche

Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen, begünstigt vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V.. Neben dem Psalmengesang wurde das Abendmahl in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde. 1571 gab es einen erneuten Umschwung am Hofe, dem zufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde. Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten: die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Berger Straße. 1614 setzte unter dem römisch-katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht zur freien Religionsausübung. Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf wurde im Predigthaus an der Bolkerstraße gehalten, das aus dem Jahr 1651 erhalten ist. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche bauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertiggestellt. Im selben Jahr entstand die lutherische Kirche an der Berger Straße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk).

Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur „Evangelischen Gemeinde Düsseldorf“, die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses schon 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode.

Kreuzkirche
Kreuzkirche

Die protestantische Gemeinde Düsseldorfs wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens beziehungsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. Die heutige Kirchenverwaltung ist in der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Derendorf. Weiterhin gibt es ein „Haus der Kirche“ in der Bastionstraße in der Carlstadt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden.

1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die drei Kirchenkreise im Stadtgebiet bildeten bis Mitte 2007 den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Am 16. Juni 2007 trat die Synode des neugebildeten Kirchenkreises Düsseldorf erstmals zusammen. Er ist aus dem Zusammenschluss der Kirchenkreise Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd hervorgegangen und repräsentiert 24 evangelische Gemeinden und damit 123.000 Protestanten der Landeshauptstadt.

Evangelisch-lutherisch

Als Reaktion auf die Zwangsvereinigung der Kirchen der lutherischen und reformierten Tradition zur Evangelischen Kirche der Union entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche Preußens. Die Altlutheraner bestanden auf weiterer Anerkennung des lutherischen Bekenntnisses. Sie forderten uneingeschränkte lutherische Gottesdienste, Verfassung und Lehre. Nach harter Verfolgungszeit seitens des Staates konnten sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV. konstituieren und wurden anerkannt. Ab 1846 wurden in Düsseldorf wieder lutherische Gottesdienste gefeiert in einer Gemeinde aus Lutheranern der Gemeinde vor der Zwangsvereinigung und Zugewanderten aus Sachsen und Bayern. 1882 weihte die Gemeinde ein eigenes Gotteshaus in der Kreuzstraße, das am 12. Juni 1943 einem Luftangriff zum Opfer fiel. 1884 wurde die Gemeinde vom preußischen Staat als juristische Person anerkannt. Da das Grundstück in der Kreuzstraße nach dem Krieg aus stadtplanerischen Gründen nicht mehr bebaut werden durfte, erwarb die Gemeinde ihr jetziges Grundstück und weihte am 2. April 1956 in der Eichendorffstraße in Stockum ihre Erlöserkirche. Die Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Rheinland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). In dieser Kirchengemeinde wurde auch Königin Silvia von Schweden durch Superintendent Nagel konfirmiert.

Orthodoxe Kirchen

In Düsseldorf sind neben den beiden großen christlichen Konfessionen auch zahlreiche orthodoxe Kirchen beheimatet. Es sind die Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf mit Gemeinden der Griechisch-orthodoxen Kirche Am Schönenkamp in Reisholz, der Russisch-Orthodoxen Kirche, der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und der Serbisch-Orthodoxen Kirche, der Koptisch-Orthodoxen Kirche auf dem Pöhlenweg in Grafenberg und der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche.

Freikirchen

In Düsseldorf sind neben den anderen großen christlichen Konfessionen auch zahlreiche Freikirchen beheimatet: die Anglikanische Kirche in der Amsterdamer Straße am Nordpark; die Apostolische Gemeinschaft mit ihrem Deutschlandsitz und der Düsseldorfer Hauptgemeinde in der Cantadorstraße und drei weiteren Gemeinden in Benrath, Eller und Gerresheim; das Christliche Zentrum Düsseldorf (Pfingstbewegung) in der Bruchstraße; die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in der Acker-, Luisen- und Christophstraße; die Evangelisch-methodistische Kirche in der Hohenzollernstraße; die Freie Evangelische Gemeinde in der Bendemannstraße; die Heilsarmee; die Herrnhuter Brüdergemeine in Heerdt; die Jesus-Haus-Gemeinde (Pfingstbewegung) in der Grafenberger Allee; die Gemeinde der Altkatholiken in der Aschaffenburger Straße in Reisholz.

Alle diese Gemeinden sowie die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) [2]. 1990 und 2001 veranstalteten die Düsseldorfer Freikirchen einen Freikirchentag im Robert-Schumann-Saal und auf dem BUGA-Gelände.

Sonstige Kirchen

Ferner sind in Düsseldorf auch die Neuapostolische Kirche mit fünf Gemeinden in Benrath, Derendorf, Eller, Flingern und Gerresheim; die Christengemeinschaft, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas mit mehreren Gemeinden vertreten.

Jüdisch

Jüdischer Friedhof innerhalb des Düsseldorfer Nordfriedhofs
Jüdischer Friedhof innerhalb des Düsseldorfer Nordfriedhofs

Die jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit ca. 7.400 Mitgliedern die drittgrößte in Deutschland. Ihre neue Synagoge wurde 1958 gebaut und liegt in der Zietenstraße im Stadtteil Golzheim. Sie wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht. Die alte Synagoge stand in der Kasernenstraße in der Carlstadt auf dem heutigen Grundstück des Handelsblattverlages. Sie ist den Novemberpogromen 1938 zum Opfer gefallen.

Die Gemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist gemäß ihrer Satzung eine Einheitsgemeinde. Das bedeutet, dass alle religiösen Richtungen respektiert werden. Die Gottesdienste entsprechen dem orthodoxen Ritus. Rabbiner ist (Stand: 2008) Julien-Chaim Soussan, einer der jüngsten Gemeinderabbiner in Deutschland. 90% der Gemeindemitglieder stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Zur Gemeinde gehören u. a. ein Kindergarten und eine Grundschule, die Yitzhak-Rabin-Schule. Sie ist eine staatlich anerkannte Grundschule und eine jüdische Konfessionsschule, die für die koschere Ernährung der Kinder sorgt. Kürzlich stellte sich in einer landesweiten Vergleichsarbeit heraus, dass die Schule zu den 25 besten Grundschulen des Landes NRW gehört. Die Gemeinde verfügt auch über einen Sportverein (Makkabi), ein Jugendzentrum und einen Friedhof.

Am 27. Juli 2000 gab es einen Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn, bei dem zehn Menschen verletzt wurden. Da sechs von ihnen jüdischen Glaubens waren, ist ein antisemitisches Motiv nicht auszuschließen. Am 2. Oktober 2000 verübten zwei arabischstämmige Jugendliche einen Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden, sodass Schlimmeres verhindert wurde.

Buddhistisch

Im linksrheinischen Stadtteil Niederkassel liegt ein buddhistischer Tempel in der Tradition der Jōdo-Shinshū auf dem Grundstück des japanischen Ekō-Hauses. Er ist im japanischen Stil als Betonkonstruktion errichtet und von einem japanischen Garten umgeben. Dem Ekō-Haus sind außerdem ein traditionelles japanisches Haus für Teezeremonien, eine Bibliothek und ein Kindergarten angeschlossen.

Muslimisch

In der Landeshauptstadt gibt es auch eine Reihe muslimischer Gemeinden. Diese bilden jedoch keinen einheitlichen Verband, sondern sind gemäß der nationalen Zugehörigkeit ihrer Mitglieder als türkische, iranische, marokkanische etc. Moscheevereine organisiert. Die größte türkische Vereinigung Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. besitzt in Düsseldorf drei Moscheen. Sie befinden sich in Lörick, Eller und Derendorf.

Politik

An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13. Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die oberste und mächtigste Klasse in der Stadtverwaltung darstellten. Seit 1303 ist ein Bürgermeister genannt, der anfangs ebenso ein Schöffe war. Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der sich teilweise in einen Alten und einen Jungen Rat aufteilte. Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat), oder aber auch jährlich bestimmt (Junger Rat). Als herzoglicher Vertreter war ferner ein Schultheiß an der Verwaltung der Stadt beteiligt, der den Titel „Amtmann“ führte. Etwa seit dem 15. Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss von 12 Personen („Zwölfer“), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Beschlussfassungen herangezogen wurde, eigentlich aber keine wirkliche Bürgerbeteiligung darstellte. Erst in französischer Zeit gab es einen Munizipalrat, ab 1815 einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern. Seit 1856 waren es die „Stadtverordneten“, später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrmals veränderte. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, der 3 Beigeordnete hatte. Seit preußischer Zeit trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt. Bis heute hatte nur Joachim Erwin dieses Amt inne.

Oberbürgermeister/in seit 1815

  • 1815–1820: Dr. Engelbert Schramm
  • 1820–1822: Lambert Josten
  • 1822–1824: Joseph Molitor
  • 1824: Leopold Custodis
  • 1824–1828: Friedrich Adolf Klüber
  • 1828–1833: Philipp Schöller
  • 1833–1848: Joseph von Fuchsius
  • 1848–1849: Wilhelm Dietze
  • 1849: Ludwig Viktor Graf von Villers
  • 1849–1876: Ludwig Hammers
  • 1876–1886: Friedrich Wilhelm von Becker
  • 1886–1898: Ernst Heinrich Lindemann
  • 1899–1910: Wilhelm Marx
  • 1911–1919: Dr. Adalbert Oehler
  • 1919–1924: Dr. Emil Köttgen
  • 1924–1933: Dr. Dr. h.c. Robert Lehr (DNVP)
  • 1933–1937: Dr. Hans Wagenführ
  • 1937: Otto Liederley

Oberstadtdirektoren 1946–1999

  • 1946–1946: Walter Kolb
  • 1946–1964: Dr. Dr. h.c. Walther Hensel
  • 1964–1976: Gilbert Just
  • 1976–1987: Dipl.-Kfm. Gerd Högener
  • 1987–1994: Karl Ranz
  • 1994–1999: Dr. Peter Hölz

Stadtrat – Aktuelle Sitzverteilung

CDU SPD GRÜNE FDP Die Linke. REP GRAUE LEMMER-Liste Gesamt
2004 37 25 10 5 2 1 1 1 82

Wappen

Wappen Düsseldorf

Das ursprüngliche Wappen der Stadt Düsseldorf – nur mit dem Anker – ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwändig gestaltete Bild das ältere, einfache Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Prof. Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält. Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen.

Für private und geschäftliche Zwecke entstand im Februar 2002 ein Stadtwappen, das von den offiziellen Stadtfarben abweicht und ohne Genehmigung der Stadtverwaltung benutzt werden kann. In dem rot-weiß geteiltem Schild befindet sich ein silberner doppelgeschwänzter, aufgerichteter, silbernbekrönter und bewehrter Löwe mit gesenktem schwarzen Anker in den Pranken.

Städtepartnerschaften

Freundschaftliche Beziehung gibt es weiterhin zu:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Rheinuferpromenade bei Nacht.
Rheinuferpromenade bei Nacht.
Königsallee mit Kö-Graben.
Königsallee mit Kö-Graben.
Gebäude des Aquazoo-Löbbecke-Museums.
Gebäude des Aquazoo-Löbbecke-Museums.
Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen.
Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen.
Gehrybauten im Medienhafen von Düsseldorf.
Gehrybauten im Medienhafen von Düsseldorf.
Das Ständehaus am Abend.
Das Ständehaus am Abend.

Theater

  • Die Deutsche Oper am Rhein zeigt an ihren beiden Standorten Düsseldorf und Duisburg Oper, Operette und Ballett.
  • Sehr traditionsreich ist das Düsseldorfer Schauspielhaus, das auf theatralische Veranstaltungen im Jahr 1585 zurückgeht. Das Theater liegt am Gustaf-Gründgens-Platz, der nach dem ehemaligen Intendanten benannt ist.
  • Die Tonhalle Düsseldorf bietet Konzerte und sonstige musikalische Veranstaltungen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Kabarett.
  • Das Forum Freies Theater besteht aus Juta (Jugendtheater) und Kammerspielen und bietet ein breites Spektrum Bühnenkunst.
  • Das Kom(m)ödchen ist das älteste Kabarett der Bundesrepublik. Gegründet wurde es 1946 von Kay und Lore Lorentz. Viele bedeutende Kabarettisten wurden dort ausgebildet.
  • Das Theater an der Kö, welches vor allem Komödien und moderne Theaterstücke zu bieten hat, wird von der bekannten Theaterfamilie Heinersdorff geführt.
  • Die Komödie Düsseldorf ist ein klassisches Boulevardtheater.
  • Das Musiktheater Capitol bietet Musicals in seinem Programm.
  • Roncalli's Apollo Varieté unterhalb der Rheinkniebrücke am altstädtischen Rheinufer bietet klassisches Varieté-Theater im Stil des frühen 20. Jahrhunderts.
  • Eine weitere Bühne Düsseldorfs ist das Savoy-Theater.
  • Das Düsseldorfer Marionetten-Theater besteht seit 1956 und befindet sich im Palais Wittgenstein.
  • Das Palais Wittgenstein beheimatet neben dem Düsseldorfer Mariottentheater weitere kulturelle Projekte.
  • Das Theateratelier Takelgarn bietet Comedy, Kabarett, Figuren- und Kindertheater.
  • In Düsseldorf-Flingern befindet sich das Theater FLIN
  • Puppentheater an der Helmholtzstraße
  • In Oberkassel gibt es das Theater an der Luegallee.

Museen und Ausstellungsinstitute

  • Im Norden der Stadt ist das Aquazoo – Löbbecke Museum ansässig, wo neben Wasserlebewesen auch Weichtiere und geologische Exponate gezeigt werden
  • Das Filmmuseum mit angeschlossenem Kino befindet sich in der Carlstadt.
  • Im Ehrenhof-Komplex ist das Forum NRW beheimatet, welches Ausstellungen zu verschiedenen Themen befristet zeigt.
  • Das Goethe-Museum befindet sich im innenstädtischen Bereich.
  • Dem berühmtesten Sohn der Stadt widmet sich das Heinrich-Heine-Institut südlich der Altstadt. Es zeigt u. a. Originaldokumente und -schriften von und über Heine sowie seine Totenmaske. Das Heine Haus ist das Geburtshaus des Dichters.
  • Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramikmuseum) hat seinen Sitz in der Carlstadt und zeigt Keramikprodukte verschiedener Kulturen aus verschiedenen Epochen.
  • Die Kunsthalle Düsseldorf befindet sich gegenüber dem K20 am Grabbeplatz.
  • Die Kunstsammlung Nordrhein-WestfalenK20 (Grabbeplatz) und K21 (Ständehaus) – hat sich vor allem auf Kunst des 20. und 21. Jahrhundert spezialisiert.
  • Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wurde 1929 gegründet und organisiert seitdem wechselnde Ausstellungen.
  • Das museum kunst palast beinhaltet Graphiken, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen aus allen Stilepochen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Neben europäischen Exponaten sind weitere Schwerpunkte der Sammlung der Iran und Japan.
  • Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erinnert an die Opfer der Nazi-Herrschaft im 20. Jahrhundert.
  • Das Schifffahrt-Museum im Schlossturm befindet sich im Schlossturm am Rheinufer und zeigt Schiffsmodelle aller Epochen.
  • Das Senfmuseum beschäftigt sich mit allem, was mit Senf zu tun hat.
  • Das Stadtmuseum in der Altstadt hat eine große Ausstellung, die die Entwicklung der Stadt Düsseldorf historisch-chronologisch nachvollzieht.
  • Stiftung Schloss und Park Benrath – Museum für Europäische Gartenkunst
  • Theatermuseum
  • Das KIT (Kunst im Tunnel) befindet sich am Mannesmannufer und ist ein unterirdischer Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst.

Musik

Das bedeutendste Konzerthaus der Landeshauptstadt ist die Tonhalle Düsseldorf mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr. Die Tonhalle ist auch der Sitz der Düsseldorfer Symphoniker, die als Konzertorchester der Landeshauptstadt und als Opernorchester der Deutschen Oper am Rhein fungieren. Das Konzerthaus, ein ehemaliges Planetarium, wurde im Jahre 2005 aufwändig saniert und weist seither eine ungewöhnlich gute Akustik auf.

1818 gründete sich der Städtische Musikverein zu Düsseldorf und veranstaltete das erste von vielen niederrheinischen Musikfesten, die im 19. Jahrhundert, auch durch die Mitwirkung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beides Musikdirektoren in Düsseldorf, internationale Bedeutung hatten. Der Städtische Musikverein kann auf eine ungebrochene und musikhistorisch außerordentliche Geschichte von 1818 bis heute verweisen und gilt als der musikalische Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas.

1995 gründete sich der „Jazz in Düsseldorf e. V.“, der im Auftrag des Kulturamtes Jazz-Konzerte und andere Veranstaltungen anbietet.

Ein weiterer bedeutender Klangkörper der Stadt auf dem klassischen Sektor ist der Figuralchor Düsseldorf e. V.

Die Düsseldorf Mundartband Alt Schuss mit ihrem größsten Hit Die Sterne funkele ist die bekannteste im Großraum Düsseldorf. Daneben existiert noch in diesem Musikgenre die Band Halve Hahn. Die Wurzeln der beiden Gruppen liegen im Unterbacher Karneval, wo Die Sterne funkele das Jahresmotto der Session 1997 war.

Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, aber auch Neu! und La Düsseldorf.

Anfang der 1980er war Düsseldorf neben Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren und sind Die Toten Hosen, Male, Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Mittagspause, Fehlfarben, Der Plan, KFC, Tommi Stumpff, Die Krupps und Nachzehrer. Marius Müller-Westernhagen ist in Düsseldorf geboren und zur Schule gegangen (Comenius Gymnasium in Oberkassel). In seinem Titel „Mit 18“ wird der Hühner-Hugo aus der Düsseldorfer Altstadt genannt. Neben den Toten Hosen gehört er zu den erfolgreichsten und bekanntesten Musikern Düsseldorfer Herkunft.

Der Volkssänger Heino ist im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk geboren und aufgewachsen.

Aber auch eine Reihe teils international bekannter 1980er-Jahre-Metal-Bands stammt aus Düsseldorf, so z. B. Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weiter machte), Stormwind und Warrant.

Beispiele für stilmixende Crossover-Formationen der Neunziger Jahre sind Jean Park und Superbilk, die es beide zu überregionaler, wenn nicht sogar internationaler Bekanntheit gebracht haben.

Weiters stammt die Oi!-Band Broilers aus Düsseldorf.

Mittlerweile ist es allerdings relativ selten geworden, dass alle Mitglieder einer Musikgruppe in derselben Stadt wohnen. Bekannte Köln-Düsseldorfer Kooperationen sind zum Beispiel Trance Groove oder Mouse on Mars, die beide seit geraumer Zeit versuchen, den heimischen Software-Musikbaukästen Paroli zu bieten. Der bekannte Saxofonist Jan Klare (Das Böse Ding + Autofab) sah Düsseldorf nur als Durchgangsstation an und wohnt jetzt in Münster (Westf.).

Bildende Kunst

Düsseldorf war immer wieder ein wichtiges Zentrum der Malerei. Unter Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz wurde eine Kunstgalerie angelegt, die mit Werken vor allem von Rubens den Kernbestand der heutigen Alten Pinakothek in München bildet.

Im 19. Jahrhundert hatte die Düsseldorfer Malerschule (Oswald Achenbach) wichtigen Einfluss auf die Malerei.

Zu nennen ist auch die Gruppe Das Junge Rheinland, die in der Weimarer Zeit aktiv war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Joseph Beuys prägend. Auf Grund seines Einflusses galt in den 1970er und 1980er Jahren Düsseldorf als eine „Weltkunsthauptstadt“. Beuys-Schüler haben noch heute großen Einfluss auf Entwicklungen der internationalen Kunstszene. Auch heute noch wirken und wirkten hier, vor allem an der Kunstakademie Düsseldorf, bedeutende Künstler wie Markus Lüpertz und der kürzlich verstorbene Jörg Immendorff. Der Fotograf Bernd Becher, der 1976 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf übernahm, bildete zusammen mit seiner Frau Hilla Becher viele fotografische Persönlichkeiten aus, die heute aus internationaler Sicht herausragende Vertreter der deutschen Fotografie sind. Dazu gehören Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth.

Vor allem der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts widmen sich einige Museen in Düsseldorf (siehe Abschnitt Museen und Ausstellungsinstitute).

Bauwerke und Architektur

Die umsatzstärkste Geschäftsstraße und eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Schadowstraße. Ihrer städtebaulichen Anlage und ihrer exklusiven Läden wegen bekannter ist allerdings die Königsallee, kurz „die Kö“. In ihrer Mitte verläuft der Stadtgraben, an dessen Nordende sich als Wahrzeichen der Kö die Tritonengruppe, ein Brunnen aus dem Jahre 1902, befindet.

In der Altstadt findet man alte Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Weitere erhaltene historische Ortskerne können die Stadtteile Kaiserswerth und Gerresheim vorweisen. Der dörfliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörick, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist weitgehend erhalten geblieben.

Wie im Rheinland insgesamt findet man auch in Düsseldorf neben einigen architektonischen Highlights zahlreiche Bausünden aus den 1950er bis 1970er Jahren. Baulücken wurden insbesondere in den Gründerzeit-Vierteln nicht stilgerecht genutzt, sondern mit Mietshäusern einfacher Ausstattung gefüllt. Blinde Bäder und Küchen sowie zu groß geratene sog. Wohnküchen gehören zu dem charakteristischen Planungsfehlern jener Baujahre. Heute resultiert daraus ein hoher Anteil an stark renovierungsbedürftigen Wohnungen und eine allgemeine Knappheit an zeitgemäßen und hochwertigen Wohnungen im Stadtkern.

Nachfolgend werden die bedeutendsten Bauwerke der Stadt (chronologisch nach Baujahren) genannt.

Burgen und Schlösser

Schloss Garath
Schloss Garath

Historische Kirchen

Johanneskirche um 1900
Johanneskirche um 1900
  • Altstadt und Carlstadt:
    • St. Lambertus (kath.), Stiftsplatz 1, gotischer Baustil, seit 1974 päpstliche Basilica minor, erbaut 1288 bis 1394, Kirchweihe 13. Juli 1394
    • Kreuzherrenkirche, Ursulinengasse 6, erbaut 1445 bis 1455
    • St. Andreas (kath.), Andreasstraße 10, barocke Kirche, erbaut 1622 bis 1629,
    • Ev. Lutherkirche, Altstadt, Berger Straße 18b, erbaut 1683 bis 1687, erste Kirche der lutherischen Gemeinde
    • Neanderkirche, Altstadt, Bolkerstraße 36, erbaut 1683 bis 1687, erste Kirche der reformierten Gemeinde
    • St. Maximilian (kath.) „Maxkirche“, Schulstraße 11-15 und Citadellstraße 2, erbaut 1735 bis 1743
  • Übriges Stadtgebiet:
    • Alt St. Martin (kath.), Bilk, erbaut Ende 12. Jahrhundert, älteste Kirche im Stadtgebiet
    • St. Suitbertus (kath.), Kaiserswerth, seit 1967 päpstliche Basilica minor, erbaut 11. bis 13. Jahrhundert
    • St. Nikolaus (kath.), Himmelgeist, erbaut 11. bis 13. Jahrhundert
    • Basilika St. Margareta (kath.) und Stiftsgebäude, Gerresheim, erbaut 1220 bis 1240, päpstliche Basilica minor seit 1982
    • Ev. Johanneskirche, Stadtmitte, erbaut 1875 bis 1881
    • St. Antonius (kath.), Oberkassel, neoromanisch, erbaut 1909 bis 1911
    • St. Peter (kath.), Düsseldorf-Friedrichstadt (Kirchplatz), [Neugotisch / Romanische Elemente],erbaut 1887 bis 1898 [3]

Sonstige historische Gebäude (vor 1950)

Ehrenhof
Ehrenhof

Moderne und postmoderne Gebäude

Medienhafen mit Rheinkniebrücke im Hintergrund
Medienhafen mit Rheinkniebrücke im Hintergrund

Düsseldorfer Brückenfamilie

Rheinkniebrücke
Rheinkniebrücke

Die Düsseldorfer Brückenfamilie wurde 2007 für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.

Parks

Von den Düsseldorfer Parkanlagen wurden allein neun wegen ihrer Qualität und Bedeutung 2004 in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen. Sie sind in der folgenden Liste durch * hervorgehoben.

Botanischer Garten mit Kuppelgewächshaus
Botanischer Garten mit Kuppelgewächshaus
Märchenbrunnen im Hofgarten
Märchenbrunnen im Hofgarten

Interkulturelle Bezüge, internationale Kultur

Alle 4 Jahre werden die Jüdischen Kulturtage im Rheinland mit unterschiedlichen Sparten durchgeführt.

Freizeit und Sport

Gastronomie

Biergarten Untere Rheinwerft.
Biergarten Untere Rheinwerft.
Bolkerstraße in der Altstadt.
Bolkerstraße in der Altstadt.

Die Düsseldorfer Altstadt wird wegen ihrer vielen Kneipen als die „längste Theke der Welt“ bezeichnet. Die Formulierung geht auf den Werbeschaffenden Carl Schweik in den 1960er Jahren zurück. Neben der Altbierkneipe Uerige gibt es die Häuser „Brauerei im Füchschen“, „Brauerei Schumacher“, „Brauerei Zum Schlüssel“ und unzählige weitere. Es finden sich Hunderte Bars, Restaurants, Diskos und Kneipen auf einem erstaunlich engen Areal. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen den historischen Teil der Altstadt, im Norden begrenzt von der Ratinger Straße, im Westen von der Rheinpromenade, im Osten von der Heinrich-Heine-Allee und im Süden vom Carlsplatz. Konkurrenz bekommt sie durch den modernen Medienhafen mit den architektonisch bedeutsamen Gehry-Bauten und den interessanten Clubs und Diskotheken, in denen oft auch Prominente verkehren.

Beliebt in gastronomischer Hinsicht ist auch die linke Rheinseite mit den Stadtteilen Oberkassel und Niederkassel. In Bilk hat sich in den letzten Jahrzehnten zaghaft eine studentische Kneipenkultur entwickelt. In den Stadtteilen Flingern und Derendorf ist eher Szene-Publikum unterwegs. In den genannten Vergnügungszentren und in den zahlreichen Kneipen der Stadtteile wird in erster Linie das obergärige Altbier ausgeschenkt. Alle Kneipen bieten aber auch andere Biersorten an.

Eine beliebte Flaniermeile ist die Königsallee (Kö). „Sehen und gesehen werden“ heißt hier das Motto. Die zahlreichen Straßencafés des Boulevards laden zudem zum Verweilen ein. Auch die Rheinuferpromenade, die den Medienhafen mit der Altstadt verbindet, bietet eine Fülle an Cafés und Restaurants mit Außengastronomie.

Brauchtum

Größte Kirmes am Rhein.
Größte Kirmes am Rhein.

Die wichtigsten Elemente des Düsseldorfer Brauchtums sind der Karneval mit dem Rosenmontagszug als Höhepunkt, die Schützenfeste in den Stadtteilen und im Juli das große Düsseldorfer Schützenfest mit der größten Kirmes am Rhein. Eine alte Tradition ist auch das Radschlagen. Für „Eene Penning“ führten die Düsseldorfer Radschläger – meist schulpflichtige Knaben – ihre Kunst vor. Weniger touristisch und wirtschaftlich bedeutsam, für die Kinder Düsseldorfs aber umso wichtiger sind die Martinsumzüge in der Altstadt und in den Stadtteilen. Zu Ehren des Heiligen Martin von Tours ziehen sie in der ersten November-Hälfte mit selbst gebastelten Laternen singend hinter einem den Hl. Martin darstellenden Reiter her. Im Anschluss an die Umzüge „gripschen“ sie Süßigkeiten in Geschäften und an Haustüren als Gegenleistung für ein Ständchen. Neben den Karnevals- und Schützenvereinen pflegt der Heimatverein der Düsseldorfer Jonges in besonderem Maße Brauchtum und Tradition.

Sport

Fußball

Bekanntestes sportliches Aushängeschild ist der Traditionsverein Fortuna Düsseldorf. Die größten sportliche Erfolge sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1933, sowie die DFB-Pokalgewinne 1979 und 1980. Ins europäische Rampenlicht rückte die Fortuna mit dem Finaleinzug im Europapokal der Pokalsieger 1979. Die Fortuna ist der größte Zuschauermagnet der Stadt und der beliebteste Düsseldorfer Verein. Heimspielstätte ist die neue, multifunktionale LTU arena neben der Düsseldorfer Messe. Fortuna Düsseldorf spielt aktuell (Saison 2008/2009) in der neuen eingleisigen 3. Liga.

Die Fußballabteilung von TuRU Düsseldorf spielte von der Saison 2004/2005 bis zur Saison 2007/2008 in der Oberliga Nordrhein. Die Mannschaft qualifizierte sich jedoch nicht für die NRW-Liga und ist somit ab der Saison 2008/2009 nur noch sechstklassig. Ihre Spielstätte befindet sich in Oberbilk an der Feuerbachstraße. Anders als die TuRU qualifizierte sich die Zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf für die NRW-Liga. Sie trägt ihre Heimspiele im Paul-Janes-Stadion in Flingern aus.

Eishockey
ISS-Dome (2006)
ISS-Dome (2006)

Mindestens genauso bekannt wie die Fortuna und wesentlich erfolgreicher ist der Eishockeyverein DEG METRO STARS. Als achtfacher Deutscher Meister seit 1967 gehört die DEG zu den erfolgreichsten Clubs in Deutschland; 2006 wurde außerdem erstmalig der Deutsche Pokalsieg und die Vizemeisterschaft errungen. Das Eisstadion an der Brehmstraße, Spielort der DEG von 1935 bis 2006, ist weit über die Grenzen von Düsseldorf hinaus bekannt. Im September 2006 wurde der ISS-Dome, eine Multifunktionsarena in Rath an der Theodorstraße eröffnet. Diese hochmoderne Veranstaltungshalle fasst bei Konzerten 12.500 Zuschauer und ist seit der Saison 2006/2007 Heimspielstätte der DEG Metro Stars. Bei Eishockeyspielen beträgt die Zuschauerkapazität, bedingt durch die Zurverfügungstellung von 4000 Stehplätzen, insgesamt 13.400. Damit ist der ISS-Dome nach der LTU-Arena die zweitgrößte Veranstaltungsstätte Düsseldorfs und – nach der Kölnarena in Köln und der nahezu gleichgroßen SAP-Arena in Mannheim – das drittgrößte Eishockeystadion Deutschlands.

Basketball

Das bekannteste Düsseldorfer Basketballteam sind die Düsseldorf Magics, die in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A spielen. Die Mannen rund um Captain Björn Gieseck konnten sich in den vergangenen Jahren im oberen Tabellendrittel der zweiten Basketballbundesliga Nord etablieren und tragen ihre Heimspiele seit der Saison 2005/06 im Burg-Wächter Castello im Düsseldorfer Süden aus.

Ab der Saison 2008/09 wird Düsseldorf auch einen Erstligisten aus der Basketball-Bundesliga beherbergen, die Giants Düsseldorf, die im Sommer 2008 aus Leverkusen nach Düsseldorf ziehen werden.

In den 1980er Jahren war die Mannschaft DJK Agon 08 Düsseldorf im deutschen Basketball der Damen dominierend (neunmal deutscher Meister in Folge von 1980 bis 1988 und 1990 bis 1991) und auch in den europäischen Wettbewerben erfolgreich vertreten (2 Finalteilnahmen 1983 und 1986).

Lacrosse

Seit 2004 gibt es auch in Düsseldorf einen Lacrosse-Verein und zwar die Düsseldorf Antlers. Zum Training treffen sich die Teams auf dem Gelände des DSC Düsseldorf.

Hockey

In Düsseldorf gibt es drei Hockey-Vereine: den DSC (Düsseldorfer Sport Club), den DSD (Deutscher Sportverein Düsseldorf) und den größten Düsseldorfer Hockey-Verein, den DHC (Düsseldorfer Hockey Club). Die rivalisierenden Vereine haben in ihrer Vergangenheit herausragende sportliche Erfolge gefeiert. Der DHC ist im Bereich des Jugendhockeys unter den oberen 5 Hockeyklubs deutschlandweit etabliert. Der DHC und der DSC sind in der 1. Bundesliga vertreten; die Herren des DHC wurden 2007 Vizemeister in der Halle.

Tischtennis

Nicht zu vergessen ist der Tischtennisverein Borussia Düsseldorf, der zuletzt 2003 Deutscher Meister wurde und neben 20 nationalen Meistertiteln auch 17-facher Deutscher Pokalsieger war, sechs Mal den Europapokal der Landesmeister und zwei Mal den ETTU-Pokal und 2000 die Champions League im Tischtennis gewann. Hinzu kommt ein 3. Platz bei der ersten Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften. Die Borussia darf daher als erfolgreichster Düsseldorfer Sportverein angesehen werden.

Lokalkonkurrent TuSa 08 Düsseldorf wurde im Januar 1949 gegründet. Er wurde zwischen 1962 und 1967 fünfmal Deutscher Mannschaftsmeister der Herren (nur unterbrochen durch den Titelgewinn des VfL Osnabrück 1966) sowie von 1964 bis 1966 dreimal in Folge Deutscher Pokalmeister. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Tischtennis-Bundesliga und spielte in dieser Eliteklasse bis 1971.

Mit Eberhard Schöler (TuSa und Borussia) und Jörg Roßkopf (Borussia) spielten zwei der erfolgreichsten deutschen Tischtennisspieler lange Jahre in Düsseldorf.

Ein weiterer Traditionsverein – insbesondere bei den Damen – ist der Post SV Düsseldorf.

Handball

Insbesondere seitdem die HSG Düsseldorf im Jahr 2004 den Aufstieg in die Handball-Bundesliga schaffte, ist auch diese Sportart wieder populär. Die Heimspiele werden im Burg-Wächter Castello ausgetragen.

Tennis

Tennis wird an vielen Orten der Stadt gespielt. Am erfolgreichsten jedoch spielen die Herren des Rochusclubs in der 1. Bundesliga. Bei den Damen feiert der TC Benrath Jahr für Jahr seine Erfolge auch in der 1. Bundesliga. Die Mannschafts-Weltmeisterschaft wird jedes Jahr im Mai in Düsseldorf ausgetragen.

American Football
Düsseldorf Panther

Zu den erfolgreichen Traditionsvereinen Düsseldorfs darf man auch die Düsseldorf Panther zählen, die seit ihrer Gründung 1978 sechs Mal die deutsche Meisterschaft der German Football League gewannen, damit deutscher Rekordmeister sind und als das älteste noch existierende deutsche American-Football-Team gelten.

Rhein Fire

Zu den neueren sportlichen Attraktionen gehörte von 1994 bis 2007 die Mannschaft von Rhein Fire. Nach dem Abriss des Rheinstadions und einem dadurch bedingten kurzen Gastspiel in der Arena auf Schalke, kehrte Rhein Fire mit der Saison 2005 wieder zurück nach Düsseldorf. In der neueröffneten LTU-Arena spielte das Düsseldorfer Team wieder mit um die World Bowl der NFL Europe. Fire war 2006, wie schon 1999, 2002, 2004 und 2005, Gastgeber des World Bowls und konnte diesen nach fünf Finalteilnahmen auch in den Jahren 1998 und 2000 gewinnen. 2007 wurde der Spielbetrieb der gesamten NFL Europa eingestellt und Rhein Fire aufgelöst.

Baseball

Der bekannteste Baseballverein der Stadt sind die Düsseldorf Senators. Die Senators spielten zeitweise in der Bundesliga und wurden mehrfach deutsche Juniorenmeister. Zurzeit spielt die erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga NRW. Der wahrscheinlich bekannteste ehemalige Spieler der Senators ist das deutsche Baseball-Urgestein Torsten Abels, der inzwischen als Trainer der Senators fungiert. Neben den Senators sind in Düsseldorf noch die Düsseldorf Bandits aktiv.

Tanzsport

Die Stadt Düsseldorf hat auch einen bekannten Tanzclub. Den TD TSC Düsseldorf Rot-Weiss. Speziell im Formationstanzsport gehört der TD mit mehreren deutschen, Europa- und Weltmeistertiteln zu den Top-10 der deutschen Tanzsportclubs. Die letzten Erfolge waren der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2002 und der Vizeweltmeistertitel 2002.

Trampolinturnen

Der TV Unterbach 1905 war in den Jahren 1978, 1979, 1980, 1982 und 1984 in dieser Disziplin deutscher Meister, stellte einen Vize-Weltmeister und einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft. Zudem stellte der Verein in 25 Jahren die Leitung der Trampolin-Bundesliga. Durch die Zuordnung zu Düsseldorf im Rahmen der kommunalen Neugliederung ging der Verein einer bis heute fehlenden adäquaten Trainingshalle verlustig und turnt daher derzeit nur in der zweiten Bundesliga.

Sportveranstaltungen

Die Sportstadt Düsseldorf erlebte und erlebt Jahr für Jahr verschiedene Sportveranstaltungen mit bundesweiter und auch weltweiter Beachtung. Hier wären die jährlich stattfindende Mannschaftsweltmeisterschaft im Tennis im Rochsclub, der Metro-Group-Marathon, der Ski-Langlauf-Weltcup am Rheinufer, das Jugendfußballturnier des BV04, das Radrennen Rund um die Kö und der Kö-Lauf zu nennen. Außerdem fanden in Düsseldorf Spiele der Fußballweltmeisterschaft 1974 und der -europameisterschaft 1988 im Rheinstadion statt. Im Eisstadion an der Brehmstraße gab es mehrmals Spiele der Eishockeyweltmeisterschaften zu bewundern. 1977 wurde im Rheinstadion der WorldCup, ein Vorläufer der heutigen Leichtathletik-Weltmeisterschaft ausgetragen. In den letzten Jahren fand in der Philipshalle die Europameisterschaft im Judo statt, im Flughafen gab es ein Stabhochsprungmeeting und in der frisch renovierten Leichtathletikhalle das 1. Düsseldorfer Indoor Meeting.

Regelmäßige Veranstaltungen

Feuerwerk zum Japan-Tag 2005.
Feuerwerk zum Japan-Tag 2005.
  • Juli
  • August
    • Benrather Biermarkt (Biere aus aller Welt)
    • kunstpunkte – offene Ateliers in Düsseldorf (an zwei Wochenenden)
  • September
    • Mondschein-Träume: Schloss Benrath Musikfestival in Benrath
    • Maler- und Töpfermarkt
    • Latzen Jazzen
    • Internationaler Kö-Lauf – Deutschlands größter City-Lauf
    • altstadtherbst kulturfestival düsseldorf
    • Erntedankfest in Urdenbach (1. Sonntag nach dem 29. September)
  • Oktober
  • November
    • St.-Martin-Umzüge mit Laternen und Gesang
    • Martinslauf in Düsseldorf-Hassels – Größter Volkslauf in Düsseldorf
    • Latzen Jazzen
    • Beginn der Karnevalszeit – Hoppeditz-Erwachen am 11.11. um 11:11 Uhr.
  • Dezember

Wirtschaft und Infrastruktur

Schadow-Arkaden
Schadow-Arkaden

Düsseldorf ist eine äußerst wirtschaftsstarke Stadt im Herzen des Ballungsraumes Rhein-Ruhr. Hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Produktivität und bei den Wachstumsprognosen belegt die Stadt deutschlandweit Platz 1. Bedeutende Faktoren sind neben der zentralen Lage im bevölkerungsreichsten Ballungsraum Deutschlands auch der drittgrößte Flughafen Deutschlands Düsseldorf International sowie die Messe Düsseldorf mit 25 international führenden Messen.

Düsseldorf ist führender Standort in den Branchen Werbung, europäisches Patentwesen, Telekommunikation und Unternehmensberatung sowie Deutschlands „Stadt der Mode“. Hier findet sich mit den „Collections Premieren Düsseldorf“ (CPD) die größte Modemesse der Welt. Düsseldorf ist nach Frankfurt am Main die zweitgrößte Banken- und Börsenstadt (Börse Düsseldorf) – ca. 170 Banken haben eine Filiale oder ihre Zentrale in Düsseldorf, darunter auch das traditionsreiche Bankenhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt. Zahlreiche internationale Firmen haben hier ihren Sitz: Vodafone Deutschland, die Metro AG, ThyssenKrupp, E.ON, Rheinmetall, Henkel, Degussa, NRW.BANK, WestLB, E-Plus und die ERGO Versicherungsgruppe, zu der wiederum beispielsweise die Victoria und die Hamburg-Mannheimer gehören. Daimler produziert in Düsseldorf die geschlossenen Baureihen des Mercedes-Benz Sprinter sowie für VW den technisch verwandten Crafter. Die größte japanische Kolonie in Kontinentaleuropa hat Düsseldorf den Beinamen „Nippon am Rhein“ eingebracht. In der Stadt sind allerdings auch Unternehmen aus anderen Ländern in erheblichem Maße aktiv – besonders aus den Niederlanden, aus Großbritannien, Skandinavien und China.

Die ungewöhnliche wirtschaftliche Stärke Düsseldorfs hat der Stadt zu äußerst soliden kommunalen Finanzen verholfen. Seit dem 12. September 2007 ist die Stadt als zweite Großstadt Deutschlands schuldenfrei[2] Als erste deutsche Stadt hat sich Düsseldorf zudem 2005 einem Kreditrating unterzogen und wurde hierbei von der Ratingagentur Moody’s mit Aa1 bewertet, der zweitbesten möglichen Wertung. Die Kreditwürdigkeit Düsseldorfs wurde damit höher eingeschätzt als etwa jene Nordrhein-Westfalens (Aa2), der Deutschen Bank (Aa3) oder der Commerzbank (A2).

2004 betrug das BIP in Düsseldorf 36,5 Milliarden Euro, das heißt ca. 80.000 € pro Erwerbstätigem. Im bundesweiten Städtevergleich liegt Düsseldorf damit auf Platz 2 hinter Frankfurt. Der Kaufkraftindex liegt in Düsseldorf mit 122,4 Punkten über dem Bundesdurchschnitt (100 Punkte).

Verkehr

Neben dem Flughafen Düsseldorf, nach Frankfurt und München der drittgrößte internationale Flughafen Deutschlands, ist Düsseldorf auch an das Wasserstraßennetz durch einen Rheinhafen angebunden.

Das Stadtgebiet Düsseldorfs ist von folgenden Bundesautobahnen umgeben beziehungsweise wird teilweise von diesen berührt: Im Norden die Bundesautobahn A 44 AachenVelbert und die Bundesautobahn A 52 Essen–Düsseldorf, im Süden die A 46 HeinsbergHagen und die A 59 vom Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd in Richtung Leverkusen, im Westen die A 52 Düsseldorf–Roermond und die A 57 KölnNimwegen sowie im Osten die A 3 Frankfurt am MainOberhausen. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 7, B 8, B 228 und B 326 durch die Stadt.

Fußgängerampel mit Gelbphase
Fußgängerampel mit Gelbphase

Düsseldorf verfügt über die ICE-Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen, den Regionalbahnhof Benrath sowie 22 S-Bahn-Stationen. Im Eisenbahngüterverkehr ist Düsseldorf jedoch nach Stilllegung und Abbruch seines Rangierbahnhofes Düsseldorf-Derendorf kein Eisenbahnknoten mehr, der größte Güterbahnhof des gesamten Düsseldorfer Eisenbahnkomplexes ist heute im Bahnhof des benachbarten Neuss. Des Weiteren verfügt die Stadt über ein dichtes Netz an Stadtbahnen, Straßenbahnen- und Stadtbus-Linien. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt wird durch die Rheinbahn, die Regiobahn und die Deutsche Bahn betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Köln gilt seit dem 1. Februar 2005 der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg als Übergangstarif.

Siehe auch Liste Düsseldorfer Bahnhöfe

Düsseldorf ist die einzige Stadt in Deutschland, deren Lichtzeichenanlagen („Ampeln“) über eine separate Gelbphase für Fußgänger verfügen. Das Gelbsignal wird durch einen rechteckigen gelben Balken gekennzeichnet. Während dieser Zeit haben die Fußgänger die Möglichkeit, die Kreuzung zu räumen, ohne – wie in anderen Städten – gegen Rot laufen zu müssen. Unmittelbar nachdem das Fußgängersignal von Gelb auf Rot wechselt, wird die Freigabe für den Querverkehr eingeleitet. Auch vor der Grünphase gibt es für Fußgänger eine kurze Rot-Gelb-Phase von weniger als einer Sekunde Dauer. Ampeln in Düsseldorf sind zu einem erheblichen Teil bereits auf Leuchtdioden-Technik umgestellt, was gegenüber Glühlampen größere Wartungsarmut, bessere Erkennbarkeit und auch einen geringeren Energieverbrauch gewährleistet.

Industrie

  • behr Labor-Technik GmbH: Laborgeräte für die Umwelt- und Lebensmittelanalytik sowie Reinstwassergeräte
  • Mercedes-Benz-Werk: Mercedes-Benz Sprinter, VW Crafter, CKD für Freightliner Sprinter
  • Düsseldorfer Löwensenf GmbH: Senfkonserven
  • Gottwald Port Technology GmbH: Hafenkräne, Terminalkräne, Eisenbahnkräne, automatisch gesteuerte Transportfahrzeuge, Management- und Navigationssoftware
  • Guschky & Tönnesmann GmbH & Co. KG: Ausrüstungen für die Papier- und Verpackungsindustrie
  • Hakle-Kimberly Deutschland GmbH (Kimberly-Clark Corporation): Hygienepapiere, Tampons
  • Henkel-Konzern: Chemieunternehmen, das Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflegeprodukte sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Produkte für die Oberflächentechnik herstellt.
  • Hille & Müller GmbH: Kaltgewalzte und veredelte Stahlbänder, firmiert auch als „Corus Special Strip“, gehört zur Corus-Gruppe und damit zur indischen Tata Steel
  • Komatsu Mining Germany GmbH: Großhydraulikbagger, Minenhydraulikbagger, Ersatzteilzentrum
  • Loctite, Hersteller von Metallklebstoff zur Schraubensicherung
  • Marbert AG: Kosmetik
  • Rheinmetall AG, Automobil- und Rüstungskonzern
  • Schmolz + Bickenbach AG / KG Edelstahl-Langprodukte
  • SMS Demag AG: Hersteller von Hütten- und Walzwerkstechnik
  • Stora Enso Werk Reisholz: Produktion von verschiedenen Papierprodukten, vormals zum Feldmühle-Konzern mit Sitz in Düsseldorf gehörend, fuhr am 7. Dezember 2007 die letzte Schicht.
  • Julius Schulte Söhne GmbH & Co.: Produktion von Zellstoff, Holzschliff, Papier und Pappe aus Altpapier
  • Teekanne GmbH, Produzent von Teebeuteln
  • TELBA AG: Telekommunikationsanlagen, Daten- und Sicherheitstechnik
  • The Carbo Group GmbH: Schleifscheiben, Schleifkörper, Schleifmittel auf Unterlage
  • Vallourec & Mannesmann Deutschland GmbH: Stahlröhren
  • Vodafone D2 GmbH: Mobilfunk
  • Vossloh Kiepe GmbH: Steuerungs- und Antriebstechnik für Straßenbahnen und O-Busse, Hybridantriebe, Spezialfahrzeuge, Klimasysteme, Elektrokomponenten
  • Zamek Nahrungsmittel GmbH & Co. KG: Dosensuppen, Brühwürfel, Fertiggerichte

Medien

WDR (vorne), Gehry-Bauten und Teil des Medienhafens.
WDR (vorne), Gehry-Bauten und Teil des Medienhafens.

In Düsseldorf befinden sich Studios des öffentlich-rechtlichen Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) (Landesstudio Düsseldorf). Aus Düsseldorf kommen außerdem die Programme von NRW.TV und QVC. Ehemals in Düsseldorf stationiert waren von 1998 bis 2006 NBC GIGA, von 1995 bis zu seiner Einstellung 1998 Nickelodeon sowie von 1996 bis zu seiner Einstellung 1998 Der Wetterkanal. Außerdem wurde aus der Landeshauptstadt bis Ende 2003 ein deutsches Programmfenster auf dem Nachrichtensender CNN produziert.

Die in Düsseldorf ansässige DFA produzierte oder produziert unter anderem für NBC GIGA, Der Wetterkanal, CNN D und für NRW.TV.

Seit 2006 produziert das in Düsseldorf ansässige center.tv lokale Nachrichten und Ereignisse für den Großraum Düsseldorf/Neuss.

Die Stadt ist auch Sitz des 1990 gegründeten Verbands der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e. V. (BGNRW), der die Interessen von 43 Betriebsgesellschaften des nordrhein-westfälischen Lokalfunks vertritt. Der Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) mit Sitz in München. In Düsseldorf ist die private Rundfunkstation Antenne Düsseldorf mit Rahmenprogramm von Radio NRW ansässig.

Als Tageszeitungen erscheinen in Düsseldorf die Westdeutsche Zeitung und die Rheinische Post sowie eine Lokalausgabe des Express und der in Essen erscheinenden Neuen Rhein/Neue Ruhr-Zeitung. Als bedeutende überregionale Veröffentlichungen sind das Handelsblatt die WirtschaftsWoche und Karriere (Magazin) zu nennen. Wöchentlich erscheinen außerdem das Düsseldorfer Amtsblatt und die AnzeigenblätterDüsseldorfer Anzeiger“ und „Rheinbote“.

Düsseldorf ist zudem der umsatzstärkste Werbestandort der Bundesrepublik. Neben den Riesen BBDO, Grey und Publicis hat eine unüberschaubare Vielzahl kleiner Agenturen in Düsseldorf ihren (Deutschland-)Sitz.

Einzelhandel

Düsseldorf hat sich als ungewöhnlich vielseitiger Standort für Einkaufszentren und Geschäfte unterschiedlichster Art und Größe entwickelt. Die Gesamtverkaufsfläche im Stadtgebiet übersteigt mit 1,27 Mio m² sogar jene Frankfurts, die Zentralität (Relation zwischen Kaufkraftabfluss aus der Stadt und -zufluss in die Stadt) ist vor München die höchste im Bundesgebiet. Insbesondere im Bereich der Mode hat die Stadt – nicht zuletzt begünstigt durch die Modemessen und die ansässigen Handelsunternehmen P&C und C&A – eine Vorreiterrolle.

Einkaufszentren

Futuristisches Einkaufszentrum – das Sevens Center
Futuristisches Einkaufszentrum – das Sevens Center
  • AirportArkaden im Flughafen Düsseldorf International
  • Bilker Arkaden (z. Zt. im Bau) am Bilker Bahnhof
  • Kö-Center an der nördlichen Königsallee
  • Kö-Galerie in der Mitte der Königsallee mit Zu- und Durchgang zur Stadtsparkasse auf der Berliner Allee
  • Schadow-Arkaden im Block Schadow-, Blumenstraße und Martin-Luther-Platz
  • Sevens Center auf der Königsallee
  • Stilwerk auf der Grünstraße

Öffentliche Einrichtungen

Düsseldorf entwickelte sich vor allem in der preußischen Ära zu einem wichtigen Verwaltungssitz. Vor allem die Vergabe des Oberlandesgerichts nach Düsseldorf forcierte diese Entwicklung. Die Stadt Düsseldorf ist heute Sitz folgender Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Sonstige zentrale Einrichtungen

Düsseldorf galt in der Bonner Republik als Stadt der Verbände. So war der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lange Zeit in Düsseldorf ansässig. Heute sind die wichtigsten Verbände mit Hauptsitz in Düsseldorf:

Bildung und Forschung

Düsseldorf hat als langjährige bergische Residenzstadt und späterer Verwaltungssitz in der Rheinprovinz Preußens neben repräsentativen Verpflichtungen auch stets zentralörtliche Funktionen erfüllt. Die erste Lateinschule wurde im 14. Jahrhundert erwähnt. Für die Ausbildung von Künstlern war Düsseldorf seit dem 19. Jahrhundert ein bedeutender Akademiestandort. Eine medizinische Akademie kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts hinzu. Dennoch wurde Düsseldorf erst 1965 Universitätsstadt.

Die wissenschaftlich-akademischen Einrichtungen in Düsseldorf sind:

  • Die Heinrich-Heine-Universität, deren Fächerspektrum Naturwissenschaften, Mathematik, die geisteswissenschaftlich-philosophischen Disziplinen, Sprachen, ostasiatische Regionalwissenschaften, Geographie, Jura, Medizin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wie Medienwissenschaften umfasst. Die heutige Universität wurde 1907 als Akademie für praktische Medizin gegründet und 1965 zur Universität erhoben. Ihren heutigen Namen trägt sie seit 1988.
  • Die Fachhochschule Düsseldorf mit ihrem technischen und ökonomischen Fächerkanon, 1971 aus verschiedenen Ausbildungsstätten gegründet.
  • Die Kunstakademie Düsseldorf, 1773 gegründet, ist seit dem 19. Jahrhundert eine der bedeutendsten Ausbildungsstätten ihrer Art.
  • Das Studienzentrum der Fachhochschule für Oekonomie & Management.
  • Die Robert-Schumann-Hochschule, welche auf das 1935 gegründete Robert-Schumann-Konservatorium und die Staatliche Hochschule für Musik Rheinland zurückgeht. 1987 wurde sie eine selbstständige Hochschule.
  • Das Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH im Stadtteil Düsseltal.
  • Das 1973 gegründete Deutsche Diabetes-Zentrum, das zur Leibniz-Gemeinschaft gehört und dessen Aufgaben sowohl die klinische Betreuung von Diabetikern als auch Forschung zum Diabetes mellitus umfassen.

Persönlichkeiten

Ehrungen

Die Stadt Düsseldorf vergibt neben dem Ehrenbürgerrecht noch andere Ehrungen und Auszeichnungen.

Seit 1972 wird im dreijährigen, seit 1981 im zweijährigen Abstand der Heinrich-Heine-Preis an „Persönlichkeiten, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte der Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnisse von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten“. Vorgänger des Preises war der Immermann-Preis.

Der Helmut-Käutner-Preis ist eine zweijährlich vergebene Auszeichnung, die an Persönlichkeiten verliehen wird, die „durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützt und beeinflusst, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben“.

Weitere Auszeichnungen sind der „Große Ehrenring“, der „Jan-Wellem-Ring“ und die „Verdienstplakette“.

Literatur

  • Roland Kanz und Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2001, ISBN 978-3-496-01232-0
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch. Bd 3,3. Teilband aus: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Kohlhammer, Stuttgart 1956.
  • Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf – Objekte und Denkmäler im Stadtbild, Grupello, Düsseldorf 2007, ISBN 3-89978-044-2
  • Rolf Purpar: Düsseldorf. Vista Point, Köln 2005, ISBN 3-88973-679-3
  • Heinz Stolz: Düsseldorf – ein Haus- und Lesebuch. Schwann, Düsseldorf 1959
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf – Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Bd 3. Die Industrie- und Verwaltungsstadt (20. Jahrhundert). Schwann, Düsseldorf 1989, ²1990, ISBN 3-491-34221-X

Siehe auch

Portal
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Commons
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Wiktionary
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 Wikiquote: Düsseldorf – Zitate

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.duesseldorf.de
  2. Hinweis über Schuldenfreiheit: [1]