Lech (Vorarlberg)
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Vorarlberg | |
| Politischer Bezirk: | Bludenz (BZ) | |
| Fläche: | 90 km² | |
| Koordinaten: | 47° 12′ N, 10° 9′ OKoordinaten: 47° 12′ 0″ N, 10° 9′ 0″ O | |
| Höhe: | 1444 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1896 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 21 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 6764 | |
| Vorwahl: | 05583 | |
| Gemeindekennziffer: | 8 01 13 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorf 329 6764 Lech |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Ludwig Muxel | |
| Gemeinderat: (2005) (15 Mitglieder) |
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Lech am Arlberg (2006) |
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Lech ist eine Gemeinde am gleichnamigen Fluss in Vorarlberg und ist ein international bekannter Wintersportort am Arlberg.
Die Gemeinde besteht aus dem Kernort sowie den Weilern Zürs, Zug, Oberlech und Stubenbach sowie einigen Alpen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Lech liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 1.444 Metern Höhe. 14,1 % der Fläche sind bewaldet, 58 % der Fläche Alpen. Geografisch und geschichtlich gehört Lech zum Tannberg. Touristisch jedoch wird die Gemeinde zur Region Arlberg gezählt.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ortsgeschichte
Lech wurde im 13./14. Jahrhundert von eingewanderten Walsern gegründet. Es hieß bis ins 19. Jahrhundert Tannberg, dann setzte sich der aus „Tannberg am Lech“ entstandene Name Lech durch. Die vermutlich im frühen 14. Jahrhundert gebaute Pfarrkirche St. Nikolaus war bis ins 16. Jahrhundert die Pfarrkirche des Gerichtsbezirkes Tannberg, außerdem befand sich das Gerichtsgebäude von Tannberg bis zur Ausflösung des Tannberggerichts 1806 in Lech. Der kleine Ort hat sich in den letzten Jahrzehnten zunächst durch den Einfluss des Wintertourismus, in der Folge aber auch vermehrt durch Sommertourismus zu einer blühenden Gemeinde entwickelt.
Im August 2005 wurden große Teile der Ortschaft durch eine Hochwasserkatastrophe verwüstet. Die teils erheblichen Schäden wurden bis zum Beginn der Wintersaison im Dezember 2005 weitestgehend behoben.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
| Bevölkerungsentwicklung von Lech (Vorarlberg) zwischen 1971 und 2001 | |||
| 1971 | 1981 | 1991 | 2001 |
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1.223 |
1.270 | 1.234 | 1.466 |
Quelle: Bevölkerungsentwicklung 1869–2001 der Statistik Austria (PDF)
Am 30. Juni 2005 hatten 1.893 Einwohner ihren Hauptwohnsitz und 806 ihren Zweitwohnsitz in Lech.
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 7.236.820 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 12.528.076 €. Der Schuldenstand betrug 2001 7.893.349 €.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Die Wahl erfolgte nicht per Parteienlisten, sondern per Mehrheitswahl, was bei Walsergemeinden üblich ist. Bei der Gemeinderatswahl am 10. April 2005 wurden erstmals Parteienlisten gestellt. - Bürgermeister ist Ludwig Muxel.
[Bearbeiten] Gemeindewappen
Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1968 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.
[Bearbeiten] Partnergemeinden
Lech hat drei Partnergemeinden:
- Seit 2002 ist Kampen (Sylt) Partnergemeinde von Lech. Gastgeschenk an die nordfriesische Gemeinde war eine ausrangierte Gondel einer Kabinenbahn, die nun am Kampener Strand aufgestellt ist. Im Gegenzug steht nun in Lech ein Reetgedecktes Bus-Wartehäuschen.
- Außerdem ist das sich in Privateigentum befindliche Beaver Creek Resort in Colorado, (USA) eine Partnergemeinde Lechs.
- Das japanische Dorf Hakuba, die Geburtsstätte des japanischen Skisports, ist die dritte Partnergemeinde Lechs.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Pfarrkirche St. Nikolaus
- Die Kirche wurde etwa 1390 im gotischen Stil erbaut und 1987 gründlich renoviert. Die ursprünglich romanische Kirche ist noch an verschiedenen Fresken erkennbar – das komplette Kircheninnere wurde 1791 im Landrokoko-Stil umgestaltet.
- Besonders markant ist der Turm mit 33 Meter Höhe und seinem einzigartigen Zwiebeldach. In der Glockenstube befinden sich sechs Bronzeglocken. Die älteste Glocke stammt aus dem Anfang des 15. Jahrhundert.
[Bearbeiten] Kästle-Museum
- Im Jänner 2008 wurde in Lech im „Huber Hus“ ein Kästle-Museum eröffnet, das einen Rückblick auf die Entwicklung der Marke Kästle bis zu den Anfängen 1924 liefert.
[Bearbeiten] Naturschutzgebiet Gipslöcher
- Oberhalb von Lech befindet sich das Naturschutzgebiet „Gipslöcher“.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Am Ort gab es im Jahr 2003 253 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 2.956 Beschäftigten und 27 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.163. Tourismus und Fremdenverkehr sind extrem wichtig. In Wintersaison 2004/2005 gab es in Lech 870.593 und im Winter 2006/2007 849.477 Nächtigungen und in der Sommersaison 2005 123.260 sowie im Sommer 2006 117.272 Nächtigungen.
Lech ist Ziel zahlreicher Wintersportler, darunter auch seit längerem die Niederländische Königsfamilie. Zahlreiche Hotels von der Touristenklasse bis zur Luxusklasse bieten dem Gast eine große Auswahl.
Mit Stand Januar 2005 gilt Lech am Arlberg als die reichste Gemeinde Österreichs.
[Bearbeiten] Verkehr
Erreichbar ist Lech über eine nicht ganz wintersichere Bundesstraße – die Lechtal-Bundesstraße mit der berühmten Flexen-Galerie – so dass es in den Wintermonaten immer wieder passiert, dass der Ort einige Zeit von der Außenwelt abgeschnitten ist.
Im Sommer kann Lech auch über die Bregenzerwaldbundesstraße erreicht werden, die im Winter allerdings wegen Lawinengefahr durchgängig geschlossen ist. Ein Ortsbus verbindet die Ortsteile miteinander.
Es gibt 2008 (wie schon 1999) Überlegungen, durch eine Art Bodenheizung die Hauptstraße in Lech komplett schneefrei zu halten, wie dies in mehreren nordischen Ländern üblich ist.
[Bearbeiten] Bildung
Am Ort gibt es eine Hauptschule mit 75 und eine Volksschule mit 74 Schülern. (Stand Januar 2005) In Lech gibt es zudem einen Kindergarten.
[Bearbeiten] Weblinks
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