San Gimignano
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| San Gimignano | |
|---|---|
| Staat: | Italien |
| Region: | Toskana |
| Provinz: | Siena (SI) |
| Geographische Koordinaten: | 43° 28′ N, 11° 3′ OKoordinaten: 43° 28′ 0″ N, 11° 3′ 0″ O |
| Höhe: | 324 m s.l.m. |
| Fläche: | 138 km² |
| Einwohner: | 7.114 (2001) |
| Bevölkerungsdichte: | 51 Einw./km² |
| Postleitzahl: | 53037 |
| Vorwahl: | 0577 |
| ISTAT-Nummer: | 052028 |
| Demonym: | Sangimignanesi |
| Schutzpatron: | San Gemignano |
| Website: | San Gimignano |
San Gimignano ist eine weltberühmte italienische Kleinstadt in der Toskana, im oberen Elsatal mit einem mittelalterlichen Stadtkern. Die Stadt liegt in der Provinz Siena und hat 7.105 Einwohner (Stand 2005).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Der Hügel, auf dem San Gimignano erbaut wurde, soll bereits von den Etruskern besiedelt worden sein. Doch die erste urkundliche Erwähnung fand die Stadt erst im 8. Jahrhundert. Von 1199 bis 1353 war San Gimignano eine freie Kommune, dann geriet es in den Machtbereich von Florenz.
San Gimignano ist weltberühmt wegen der hohen Anzahl seiner erhalten gebliebenen Geschlechtertürme, die in anderen Städten nur noch Stümpfe sind, und wegen seines fast unveränderten mittelalterlichen Aussehens. Die Stadt ist nie sehr groß gewesen, die schweren Familienkämpfe schwächten es zusätzlich und nach der Pest von 1348 begab sich die Stadt 1352 in den Schutz von Florenz.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Der historische Stadtkern auf einem Hügelrücken ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO.
- Die Geschlechtertürme haben dem Ort den Beinamen „Manhattan des Mittelalters“ beschert. Die Familien versuchten, sich in der Höhe ihrer Türme gegenseitig zu übertrumpfen und damit ihre Macht zu demonstrieren. Das schien ihnen wichtiger zu sein als ein luxuriöses Leben, das in solchen Türmen natürlich nicht möglich war. Von den einst 72 Geschlechtertürmen existieren in San Gimignano heute noch insgesamt 15.
- Piazza della Cisterna Dieser Platz hat in der Mitte einen schönen kleinen Brunnen (ital. cisterna) und ist von mittelalterlichen Palästen umgeben.
- Porta San Giovanni aus dem 13. Jahrhundert.
- Collegiata Santa Maria Assunta mit schönen Fresken
- Palazzo del Popolo mit Torre Grossa
- Palazzo del Podestá
- Rocca (Burgruine) mit Garten und einer schönen Aussicht.
- Das Museo della Tortura zeigt, mit welchem grausamen „Ideenreichtum“ im Mittelalter gefoltert wurde.
- Im Museo d'Arte Sacra ist religiöse Kunst zu sehen. Die Ausstellungsstücke sind aus dem Mittelalter bis hin zum 16. Jahrhundert.
- Museo Civicio ist das städtische Museum. Zum Museum gehört der „Torre Grossa“ aus dem 13. Jahrhundert. Der Geschlechterturm ist der einzige in San Gimignano, der besichtigt und bestiegen werden kann.
- Wanderung ins Tal zur mittelalterlichen Wascheinrichtung mit Blick auf die Türme in schöner Landschaft.
- Zwar keine Sehenswürdigkeit im eigentlichen Sinne, aber dennoch nennenswert ist der lokale Weißwein Vernaccia di San Gimignano.
[Bearbeiten] Künstler
- Lippo Memmi
- Memmo di Filipuccio
- Benozzo Gozzoli
- Taddeo die Bartolos
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Callimachus Experiens, polnisch-italienischer Humanist und Schreiber,
[Bearbeiten] Literatur
- Piero Toriti - Ein Tag in San Gimignano. Die Stadt der Geschlechtertürme, Bonechi Edizioni „Il Turismo„S.r.l., Florenz 2003, ISBN 88-7204-362-x
- Anthony Brierly et al. - Florenz und Toskana, Dorling Kindersley Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-928044-17-6
[Bearbeiten] Weblinks
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Kulturlandschaften
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Historische Stadtzentren
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Archäologische Stätten
Archäologische Stätten von Agrigent | Su Nuraxi von Barumini | Etruskische Nekropolen von Cerveteri und Tarquinia | Nekropolis von Pantalica | Pompeji, Herculaneum und Villa Oplontis | Felsenzeichnungen im Valcamonica | Villa Romana del Casale
Einzelbauten oder Gebäudeensembles
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